
ABS-Beauftragte - gem.Curriculum
Antibiotic Stewardship für rationellen Einsatz antimikrobieller Wirkstoffe
gem. Curriculum der Bundesärztekammer (Antibiotic Stewardship Modul 1)
Rechtsgrundlagen
§ 23 IfSG; Landeshygieneverordnungen aller Bundesländer
Zielgruppe
Krankenhausärzte und niedergelassene Ärzte aller Fachgebiete, curriculare Krankenhaushygieniker, Apotheker sowie Hygienefachkräfte in Krankenhäusern (letztere
erhalten nur eine Teilnahmebescheinigung), die Beauftragte für ABS werden wollen.
Im Infektionsschutzgesetz in der Fassung vom 03.08.2011 ist eine pharmakologischmikrobiologische Beratung für die Ärzte verbindlich vorgegeben. Diese Vorgaben sind in die Landeshygieneverordnungen der einzelnen Bundesländer übernommen worden. Zur Prävention des Auftretens sehr resistenter Erreger und Clostridioides difficile in der Einrichtung bedarf es der Erstellung einer hauseigenen Leitlinie für den indizierten und effektiven kalkulierten Gebrauch von Antiinfektiva. Diese umfasst nicht nur das Vorgehen bei noch unbekanntem Erreger, sondern auch die Auswahl des geeigneten Antibiotikums auf Basis des Antibiogramms oder Resistogramms, das ja wieder die Stufe „Intermediär“ ausweist.
Auszug aus den Inhalten
• Grundsätzliches zum ABS
• Präanalytik, mikrobiologische Grundlagen der Resistenz und Resistenzbestimmung,
Toleranz, Antiinfektiva-Eigenschaften: Antibiotikagruppen und Antiseptika-Wirkstoffe
• prinzipielle Überlegungen zum Einsatz von Antiinfektiva
• Praktikable Umsetzung der gesetzlichen Forderungen zur Erfassung von Resistenzen und
Antibiotikaverbrauch
• Antivirale Therapie, Grundprinzipien und praktische Beispiele
• S 3-Leitlinie, Auflagen des RKI
• Resistenzdaten und Antibiotikaverbrauch bewerten
• Antibiotikaleitlinie und Behandlungspfade für eine Einrichtung erstellen